Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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21.08.2015
Woldegk (ipr) Ein heute 15-jähriger Uckermärker war vor einem Jahr in Woldegk (MV) von einer Glatze nazistisch angemacht und mit Drohgebärden angegangen worden. Die Polizei hatte den Mann per Phantombild gesucht bis er sich endlich stellte. Neulich trafen sie erneut aufeinander.
19.08.2015
Prenzlau (ipr) Gestern sollten sich zwei Prenzlauer wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor dem dortigen Strafrichter verantworten. Während sich der eine Angeklagte telefonisch abmeldete, wurde gegen den zweiten verhandelt. Der Prozess endete mit einem Freispruch.
18.08.2015
Prenzlau (ipr) Eine Prenzlauer Polizistin lebt im Löcknitzer-Nazimilieu. Ihr direkter Vorgesetzter rannte über einem Jahr mit einem Ostfront-Klingelton im Hitlersprech durch die Gegend. Und Brandenburgs neuer Polizeipräsident gelobt Aufklärung. Dazu noch der rechte Esoteriker mit dem Atlantisspleen aus Schwedt und seiner vergeblichen Hoffnung auf die Überlegenheit der weißen Rasse. Vier Wochen will er seinen Sonderermittlern Zeit geben, um Licht ins Dunkel der sonst so sonnigen Uckermark zu bringen.
13.08.2015
Schwedt (ipr) Weil ein Polizist der Polizeiinspektion Uckermark in Verdacht steht, sich rechtsradikal im Kollegenkreis geäußert zu haben, darf er derzeit seinen Job nicht mehr ausüben. Außerdem läuft gegen ihn ein Verfahren wegen Strafvereitelung im Amt.
05.08.2015
Angermünde (ipr) Auf der Facebook-Seite "Bürgerwehr Deutschland" ist der Steckbrief eines vermeintlichen Asylbewerbers aufgetaucht. Der Mann soll am Bahnhof Angermünde "junge deutsche Mädels" angesprochen haben. Eine ähnliche Behauptung einer jungen Frau, führte Mitte Juli zu einem Angriff auf Asylbewerber in Angermünde.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.