Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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23.02.2010
Biesenthal (ipr) Was in der letzten Woche noch unbestätigt auf dem Weblog der Recherchegruppe Biesenthal zu lesen war, wurde gestern vom Biesenthaler Bürgermeister André Stahl bestätigt: Der Mitbegründer und ehemalige Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Barnim-Uckermark (BUM), Mike Sandow, hat die Partei verlassen.
21.02.2010
Pinnow (ipr) Auf der Website des NPD Kreisverbandes Barnim-Uckermark war nach der misslungenen Demonstration in Dresden bis gestern Morgen ein Text veröffentlicht, der die Anhänger aufforderte, "Sportgruppen zu bilden und das System an allen Fronten und mit allen Mitteln zu bekämpfen".
19.02.2010
Prenzlau (ipr) Toni G. aus Nechlin tobt gemeinsam mit seinem Kameraden Timm F. aus Pasewalk als Leitwolf444 und Timm1488 durchs Netz. Gemeinsam hatten sie auch am 1. August am Rande des Bahnhofsfestes in Nechlin getobt. Zwischenstand heute: zwei Körperverletzungen, ein Nasenbeinbruch und ein Verweis vom Jugendrichter des Amtsgerichtes Prenzlau plus 60 Stunden gemeinnützige Arbeit wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
16.02.2010
Prenzlau (ipr) Gestern wurde der 19-jährige Templiner Ronny M. vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Prenzlau wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher und fahrlässiger Körperverletzung, versuchter Nötigung, Fahrerflucht, Trunkenheit im Straßenverkehr, falscher Verdächtigung und mehrfachen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Gesamtjugendhaftstrafe von drei Jahren verurteilt. Ein zweiter Angeklagter, Artur E. (20), wurde freigesprochen.
12.02.2010
Prenzlau (ipr) Vergangenen Sonntag führte der NPD-Ortsbereich Prenzlau seine Jahreshauptversammlung durch, berichtet die NPD Barnim-Uckermark (BUM) auf ihrer Website. Dabei wurde der dreiköpfige Vorstand des Ortsbereiches neu gewählt.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.