Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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04.02.2009
Pinnow (ipr) Die NPD Barnim-Uckermark (BUM) sieht einen Zusammenhang zwischen dem Mitgliederzuwachs ihrer Partei und dem Sinken rechtsextremistischer Gewalttaten in Brandenburg.
31.01.2009
Prenzlau (ipr) Seit dem 21. Januar 2008 müssen sich vier Männer aus Templin und Lychen im Alter von 23 bis 40 Jahren wegen dreier Gewaltdelikte vor dem Amtsgericht in Prenzlau verantworten. Bei zwei der drei Delikte steht allein der zur rechten Templiner Gewaltszene zählende Patrick K. vor dem Richter. Der Überfall auf einen jungen Punk, der am ersten Prozesstag ausführlich zur Sprache kam (mehr), galt dabei als politisch motiviert. Die anderen beiden Straftaten wurden von der Staatsanwaltschaft als Körperverletzung ohne politischen Hintergrund angeklagt.
27.01.2009
Neuruppin (ipr) Der im vergangenen Sommer in Templin getötete 55-Jährige Berd K. ist durch die Folgen der Zertrümmerung des Mittelgesichts zu Tode gekommen. Das geht aus dem gerichtsmedizinischen Gutachten hervor, das am Montag im Prozess gegen zwei Angeklagte aus der rechten Szene vor dem Landgericht Neuruppin vorgetragen wurde. Am zweiten Verhandlungstag wollten sich Sven P. und Christian W. weder zu einer Tatbeteiligung noch zur Person äußern. Den 19 und 22 Jahre alten Angeklagten wird Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen.
26.01.2008
Schwedt/Oder (ipr) In der Nacht zum Sonntag haben unbekannte Täter auf dem jüdischen Friedhof in Schwedt (Oder) elf Grabsteine umgestoßen, berichtet der Pressesprecher der Polizei des Schutzbereiches Uckermark, Ingo Heese. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen sofort aufgenommen.
23.01.2009
Prenzlau (ipr) „Wenn ich Menschengruppen auf der Straße sehe, bin ich vorsichtig. Ich bin heute viel misstrauischer.“ So äußerte sich das 16-jährige Opfer einer Templiner Gewalttat auf die Frage des Richters, was sich nach der Tat für ihn verändert habe. Die Mutter des Opfers ergänzte, er könne jetzt keinen Sport mehr treiben, und ob der Kiefer je wieder richtig heilen werde, sei fraglich.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.