Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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18.02.2009
Pinnow (ipr) Mit dem Verschwinden des NPD Weblogs "Nationales Netztagebuches" und der Entsorgung des gesamten Archivs geht der Webgemeinde eine Quelle ständiger Heiterkeit verloren. Unter dem Kommafehler behafteten Motto: "Wenn Lüge Wahrheit ist wird Aufklärung ..." lieferte das Weblog neben massiven antisemitischen Tiraden und Nazi-Standardthemen wie Ausländerkriminalität immer wieder neue Aspekte über die Entwicklung der NPD im Barnim und der Uckermark. (Teil 1)
14.02.2009
Prenzlau (ipr) Letzten Sonntag hatten sich die Mitglieder der NPD Barnim-Uckermark in Prenzlau zur Wahl ihres Direktkandidaten zur Bundestagswahl versammelt. Laut einer Pressemeldung des NPD Kreisverbandes wurde dabei der 37 jährige Barnimer Kreistagsabgeordnete und ehemalige Kreischef Mike Sandow einstimmig zum Kandidaten gewählt.
12.02.2009
Pinnow (ipr) Seit Montag dieser Woche hat die NPD Barnim-Uckermark keinen Weblog mehr. Stattdessen finden die interessierten LeserInnen eine Erklärung der Redaktion, das Projekt „Nationales Netztagebuch“ sei - wie bei seiner Gründung im Jahre 2006 schon vorgesehen – nach den Brandenburgischen Kommunalwahlen 2008 beendet worden.
06.02.2009
Neuruppin (ipr) Der dritte Verhandlungstag des Prozesses gegen die beiden Templiner Rechtsextremisten Sven P. (19) und Christian W. (22) wegen der Ermordung des 55-jährigen Bernd K. in der Nacht zum 22. Juli 2008 lässt sich in drei Komplexe unterteilen: Aussage der beiden Kripobeamten, vor denen Christian W. ein Geständnis abgelegt hatte, Rekonstruktion des Weges zum Tatort und psychiatrisches Gutachten über Christian W.
04.02.2009
Prenzlau (ipr) Bereits am 27. Januar 2008 wurde der 25-jährige Templiner Manuel K. wegen Körperverletzung zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zu fünf Jahren auf Bewährung ausgesetz. Zusätzlich muss Manuel K. in den nächsten zwei Jahren 100 Stunden soziale Arbeit leisten.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.