Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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04.03.2009
Prenzlau (ipr) Der Prenzlauer Kleinfeldfußballklub "FC Einheit 06", der wegen seines Bekenntnisses zum rechtsextremistischen "Bündnis Uckermark" und eines nazi-affinen Logos in die Kritik geraten war und dadurch die Existenz der Kleinfeldligen Prenzlaus gefährdete, hat gestern in einem Gespräch mit Verantwortlichen der Stadt Prenzlau Fehler eingestanden und Besserung gelobt.
02.03.2009
Prenzlau (ipr) In den Nachmittagsstunden des vergangenen Sonntages beschmierten unbekannte Täter die jüdische Gedenktafel an der Wasserpforte mit einem schwarzen Stift. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, berichtet der Pressesprecher der Polizei des Schutzbereiches Uckermark, Ingo Heese.
01.03.2009
Prenzlau (ipr) Aufregung herrscht im Prenzlauer Kleinfeldfußball. Die Stadt Prenzlau droht den 18 Mannschaften, die in zwei Ligen um Pokal und Meisterschaft spielen, die Plätze zu sperren. Grund: Der Verein "FC Einheit 06" bekennt sich im Netz zum rechtsextremen "Bündnis Uckermark" und steht damit plötzlich im Abseits.
23.02.2009
Neuruppin (ipr) Im Prozess um den Mord an Bernd K. in Templin, für den sich Christian W. (22) und Sven P. (19) vor dem Landgericht Neuruppin verantworten müssen, wurde letzte Woche Donnerstag weiter am Ablauf des Tatabends gebastelt. Außerdem kamen zwei Körperverletzungen zur Sprache, die Christian W. zur Last gelegt werden.
20.02.2009
Prenzlau (ipr) Gestern wurde vor dem Amtsgericht Prenzlau nach drei Verhandlungstagen der sich selbst nicht mehr zur rechten Szene zählende Patrick K. wegen zweier Gewaltdelikte und Beleidigung unter Einbeziehung vorheriger Urteile zu eine Gesamthaftstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. In einem Fall wurde er frei gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.