Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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23.03.2009
Prenzlau (ipr) Heute wurde das Urteil im Prozess gegen vier Angehörige der rechten Szene Templins gefällt, die in den frühen Morgenstunden des 16. Dezember 2007 im Vorraum einer Sparkasse zwei junge Männer überfallen hatten. Damit ist die Phase vermehrter rechter Gewalt in Templin in den Jahren 2007 und 2008 fast vollständig juristisch aufgearbeitet.
21.03.2009
Angermünde (ipr) In der Nacht zum 7. März wurden laut Polizeimeldung in Angermünde die Scheibe eines Imbisses in der Berliner Straße eingeschmissen. Mittlerweile ist klar, dass es sich hierbei um denselben Döner-Imbiss handelt, dessen Tür in der Nacht 4. März mit ausländerfeindlichen Parolen beklebt worden war.
18.03.2009
Neuruppin (ipr) Eine Waschmaschine und die fehlerhafte Lagerung noch nasser Wäsche haben dafür gesorgt, dass die Kriminologen des LKA fast keine verwertbaren Spuren finden konnten, die darauf hingewiesen hätten, dass sich beide Angeklagte überhaupt gemeinsam am Tatort oder in der Nähe der Leiche befunden haben. Das ergab gestern die Vorstellung der kriminalbiologischen Gutachten im Mordprozess gegen zwei Rechtsextremisten aus Templin vor dem Landgericht Neuruppin.
16.03.2009
Prenzlau (ipr) Die rechtsextremen Freizeitfußballer vom "FC Einheit 06 Prenzlau" haben sich am Freitag Abend letzter Woche vom Spielbetrieb in den beiden Prenzlauer Freizeitligen verabschiedet. Damit erspart sich der Klub die öffentliche Distanzierung von rechtsextremen Positionen, die der Bürgermeister Prenzlaus, Hans-Peter Moser, in der letzten Woche noch einmal ausdrücklich verlangt hatte.
13.03.2009
Neuruppin (ipr) Ein zerfaserter fünfter Verhandlungsstag im Prozess gegen zwei Angeklagte, die einen Arbeitslosen aus Templin brutal ermordet haben sollen, brachte gestern zahlreiche Beweisanträge der Verteidigung, die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe, Sven P. nach Jugendrecht zu behandeln, nicht erschienene Zeugen und die deutlich formulierte Erkenntnis des Vorsitzenden Richters, dass es sich bei den im Zimmer von Sven P. gefundenen Plakaten, Flyern, Kleidungsstücken und Musik-CDs um die typische Ausstattung eines rechts Denkenden handle.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.