Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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04.04.2009
Prenzlau (ipr) Am Donnerstag dieser Woche wurde der zur rechten Templiner Szene zählende Ronny Fred M. wegen mehrerer Gewalttaten zu einer Gesamtstrafe von 18 Monaten Haft verurteilt. Die Strafe wird zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt. Hinzu kommen noch Schmerzensgeldzahlungen in Höhe von 250 und 500 Euro. Die Beleidigung einer Templiner Bürgerin mit indischer Herkunft als „Scheiß Ausländer!“ konnte wegen eines Formfehlers nicht verhandelt werden.
01.04.2009
Neuruppin (ipr) Im Mordprozess gegen Sven P. und Christian W., die im Sommer 2008 den arbeitslosen Bernd K. brutal misshandelt und ermordet haben sollen, wies das Landgericht Neuruppin den Befangenheitsantrag gegen seine 1. Große Strafkammer zurück. Die Verteidigung reagierte auf die Ablehnung mit weiteren Beweisanträgen.
30.03.2009
Wallmow (ipr) Freitagabend letzter Woche hatte der Dorfkrug in Wallmow zahlreichen Besuch. Etwa 50 WallmowerInnen – die Hälfte davon unter 30 - waren gekommen, um sich den Film „Die Welle“ von Dennis Gansel anzuschauen und hinterher darüber zu diskutieren, ob "Faschismus" in Deutschland wieder möglich wäre.
27.03.2009
Neuruppin (ipr) Die Beweisaufnahme im Mordprozess gegen Sven P. und Christian W. vor dem Landgericht Neuruppin, kommt erneut nicht zum Ende. Nachdem die Kammer den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter abgelehnt hatte, lehnte wiederum wie erwartet der Verteidiger von Sven P. die gesamte Kammer ab. Die Verhandlung wurde auf nächsten Dienstag vertagt.
25.03.2009
Neuruppin (ips) Der erhoffte letzte Prozesstag gegen die beiden wegen Mordes an einem 55-jährigen Arbeitslosen angeklagten Templiner Rechtsextremisten Sven P. und Christian W. ging gestern in einer Flut von Anträgen der Verteidigung unter und endet mit einem Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzendes Richter.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.