Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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07.05.2012
Pinnow (ipr) Propagandaaktivitäten der Nazis in der Uckermark nehmen zu. Seit dem 1. Mai wurde reichlich rechtes Material in Briefkästen gesteckt oder einfach in die Gegend geschmissen. Dazu gab es noch Nazi-Gegröle in Prenzlau.
06.05.2012
Grünow (ipr) Der uckermärkische Bauerntag in Grünow schrammte nur knapp an einem Eklat vorbei. Erst Donnerstagabend wurde klar, dass Infrastruktur- und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger seinen für den Folgetag zugesagten Besuch nicht wieder absagen würde. Der Grund für sein Zögern: Fast auf den Tag genau vor sechs Monaten hatte am Tagungsort des Bauernverbandes der Landesparteitag der NPD-Brandenburg dank der Unterstützung des dortigen Pächters unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfinden können.
04.05.2012
Bernau (ipr) Gestern fand der zweite Prozesstag wegen Beleidigung des früheren Ausländerbeauftragten von Schwedt, Ibraimo Alberto, und dessen Sohnes statt. Ein 19-jähriger Abiturient muss sich deswegen vor dem Jugendrichter beim Amtsgericht Bernau verantworten. Er soll den gebürtigen Mosambikaner und dessen Sohn Arlindo im März 2011 auf einem Schwedter Fußballplatz mit rassistischen Sprüchen beschimpft haben.
02.05.2012
Templin (ipr) Auf dem jüdischen Friedhof in Templin ist in der vergangenen Woche ein Grabsteinfragment samt Sockel umgestoßen worden. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung.
30.04.2012
Prenzlau (ipr) Mal wieder hat sich die Anzeigenabteilung der Prenzlauer Zeitung durch Nazis foppen lassen. Am vergangenen Samstag wurde eine Gedenk- und Trauerananzeige an die letzten Tage der Nazi-Herrschaft in Deutschland veröffentlicht.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.