Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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27.05.2010
Potzdam (ipr) Die Beseitigung der militärischen Altlasten auf dem Gelände des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers für Mädchen und junge Frauen und späteren Vernichtungslager Uckermark scheint in greifbare Nähe gerückt. Das geht aus einer Presseerklärung der "Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark" hervor.
25.05.2010
Pinnow (ipr) Am 29. Mai will die Kameradschaft Märkisch Oder Barnim (KMOB) unterstützt von Nazis aus der Uckermark und Berlin unter dem Motto "Jugend braucht Zukunft" in Bernau marschieren. Die Initiative "Brandenburg Nazifrei" will das nicht zulassen und ruft zur Blockade auf.
21.05.2010
Berlin (ipr) Statt in Elsterwerda versuchten die Reiseaktivisten der Freien Nationalisten Uckermark (FNUM) vergangenen Samstag zusammen mit 70 Rechtsextremisten in Berlin-Halensee zu demonstrieren. Sie forderten die Freilassung eines 18-jährigen Nazis auf Frankfurt/Oder, dem die Berliner Staatsanwaltschaft vorwirft, am 1. Mai bei einer unangemeldeten Demonstration auf dem Kurfürstendamm, einen Polizisten angegriffen und verletzt zu haben.
18.05.2010
Potsdam (ipr) Ein runder Tisch zur Zukunft des Geländes des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers Uckermark wird heute in Potsdam von der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ-Uckermark e.V. ausgerichtet. Verantwortliche und AkteurInnen sind eingeladen, sich darüber auszutauschen, wie der Rückbau der derzeit auf dem Gelände vorzufindenden Militärruinen und die zukünftige Gestaltung des Geländes aussehen kann.
14.05.2010
Pinnow (ipr) Ein Flugblatt zum 8. Mai war das einzig erkennbare Lebenszeichen, dass die rechten Kameraden in der Uckermark von sich gaben. Zwar sprach der NPD-Ortsverband Prenzlau von einer Flugblattverteilaktion im Raum Brüssow und Schwedt. Eine Bestätigung dafür ließ sich allerdings nicht finden.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.