Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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15.06.2008
Stand 16.06.2008
Templin (ipr) In diesem Jahr gab es in Templin bereits 28 politisch motivierte Straftaten. Das bedeutet eine Verdoppelung zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres, berichtet die „Templiner Zeitung“. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Straftaten, die dem rechten Lager zuzuordnen sind.
10.06.2008
Prenzlau (ipr) Der für den heutigen Dienstag vorgesehene Prozess gegen den in Prenzlau lebenden Iraner Said M. und seinen Freund Hendrik D. vor dem Prenzlauer Amtsgericht musste verschoben werden. Die Anwältin von Hendrik D. konnte ihren Mandanten wegen Krankheit nicht vor Gericht vertreten.
09.06.2008
Prenzlau (ipr) Mit knapp einmonatiger Verspätung auf den 8. Mai hat sich die rechtextremistische Prenzlauer Kameradschaft „Heimatschutz Germania“ (HSG) doch noch zu Wort gemeldet. In zwei knappen Sätzen behauptet die Gruppe auf ihrer Website, anlässlich des Endes des zweiten Weltkrieges einen Kranz niedergelegt zu haben.
07.06.2008
Prenzlau (ipr) Am kommenden Dienstag beginnt vor dem Amtsgericht Prenzlau ein weiterer Prozess um die Aufarbeitung einer Auseinandersetzung im Prenzlauer Pub „Overdick“ aus dem Januar 2007. Diesmal müssen sich das damalige Opfer, der in Prenzlau lebende Iraner Said M., wegen Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt und ein Zeuge, der Said Ms. Version der Vorgänge bestätigte, wegen Strafvereitlung und uneidlicher Falschaussage vor Gericht verantworten.
05.06.2008
Ende Mai wurde ein dunkelhäutiger Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe von einer Frau geschlagen, getreten und beschimpft. Am 1. Juni titelte die Redaktion des „Nationalen Netztagebuchs“ auf der Website der NPD Barnim/Uckermark: „Frauen an die Macht?“ und veröffentlichte darunter ungekürzt die Meldung der Berliner Polizei über diesen Vorfall.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.