Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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21.06.2008
Stand 23.06.2008
Joachimsthal (ipr) Rund 150 Menschen haben am heutigen Samstag in der Joachimsthaler Kirche friedlich gegen einen zeitgleichen NPD-Aufmarsch in dem Ort protestiert. Die NPD-Demonstration mit knapp 60 Teilnehmern stand unter dem Motto "Sicherheit, Recht und Ordnung - keine Gnade für die Täter" und richtete sich gegen die Freilassung des Sexualstraftäters Werner K., der seit seiner Entlassung in der Stadt bei Verwandten wohnt.
20.06.2008
Joachimsthal (ipr) Die Antifa Bernau hat für den morgigen Samstag zu einer Demonstration gegen den Aufmarsch von NPD-Anhängern in Joachimsthal aufgerufen. Die NPD Barnim-Uckermark will dort unter dem Motto: "Sicherheit, Recht und Ordnung - keine Gnade für die Täter" gegen die Freilassung des Sexualstraftäters Werner K. protestieren und sich den besorgten BürgerInnen von Joachimsthal als einzig wahren Sachverwalter ihrer Interessen präsentieren.
19.06.2008
Prenzlau (ipr) Im Fall der beiden Prenzlauer, die im Dezember letzten Jahres wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen von drei Jahren und einem Monat und einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden waren, hat der Bundesgerichtshof am 20.05.2008 die Revision verworfen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Neuruppin gegenüber gegenrede.info.
17.06.2008
Joachimsthal (ipr) Seit gestern mobilisiert die NPD Barnim-Uckermark in ihrem sogenannten „Nationalen Netztagebuch“ zu einer Demonstration am 21. Juni 2008 im Brandenburgischen Joachimsthal unter dem Motto “Sicherheit, Recht und Ordnung - keine Gnade für die Täter”.
16.06.2008
Templin (ipr) Am Samstagabend haben rechte Jugendliche das städtische Kontingent von 28 politisch motivierten Straftaten in diesem Jahr auf 29 erhöht. Laut Polizeibericht hat ein 18-jähriger Templiner den rechten Arm erhoben und „Sieg Heil" gerufen.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.