Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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02.04.2015
Angermünde (ipr) Dem Toleranzfest letzten Samstag auf dem Marktplatz hatten Angermündes Asylantenhasser nichts entgegen zu setzen. Jetzt soll eine Prügelattacke auf einen Angermünder Rechten im Februar und die Zerstörung des PKWs einer Kameradin in der vergangenen Woche die Asyl-Gegner wieder mobilisieren. Denn dafür soll der politische Gegner verantwortlich sein. Das jedenfalls deutet der Lautsprecher der Facebook-Gruppe "Uckermark gegen Überfremdung und Asylmissbrauch" an.
26.03.2015
Prenzlau (ipr) Der zweite Prozesstag gegen Udo W. vor dem Schöffengericht in Prenzlau wegen des illegalen Handels mit Nazi-Devotionalien fiel gestern ins Wasser. Der Angeklagte erschien gar nicht erst nicht zum Prozess.
25.03.2015
Prenzlau (ipr) Der Rechtsextremist Sebastian F. musste sich gestern wegen Trunkenheit im Verkehr vor dem Strafrichter am Prenzlauer Amtsgericht verantworten. Er wurde zu drei Monaten Haft verurteilt. Die Haftstrafe wurde zu vier Jahren auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich muss er 100 Sozialstunden leisten.
23.03.2015
Pinnow (ipr) Der NPD-Kreistagsabgeordnete David Weide hat die für den 28. März angekündigte Mahnwache gegen Asylbewerber in Angermünde "aus organisatorischen Gründen" wieder abgesagt. Dass die Mitglieder der Facebook-Gruppe "Uckermark gegen Überfremdung und Asylmissbrauch" stattdessen in die Bresche springen, ist kaum zu erwarten. Das Bürgerbündnis in Angermünde will am 28. März trotzdem mit einer Demonstration und einem Straßenfest präsent sein.
19.03.2015
Prenzlau (ipr) Seit gestern muss sich der 43-jährige Udo W. wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in 41 Fällen vor dem Schöffengericht in Prenzlau verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, unter falschen Namen zwischen 2005 und 2010 einen massiven illegalen Handel mit Devotionalien aus der NS-Zeit in Internet-Auktionshäusern betrieben zu haben.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.