Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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29.06.2010
Prenzlau (ipr) Vergangen Samstag versuchte die NPD Prenzlau, den Einwohnern des Amtsbereiches Brüssow näher zu kommen. Mit vier Fahrzeugen im Konvoi besuchte man laut eigenen Aussagen die Orte Schenkenberg, Kleptow, Carmzow, Brüssow, Grünberg, Schwaneberg, Bagemühl, Woddow, Wolschow, baute Stände auf und stopfte Flyer und die "Wahrheit für Brandenburg" in die Briefkästen.
24.06.2010
Prenzlau (ipr) Der rechtsextremistische Kreistagsabgeordnete Andy Kucharzewki sitzt seit der gestrigen Kreistagssitzung und knapp acht Monate nach seinem Austritt aus der NPD wieder neben der NPD-Abgeordneten Irmgard Hack.
22.06.2010
Strausberg (ipr) 800 Meter scheinen derzeit ein Maß der Dinge für Aufmärsche von Nazis zu sein. Das ist die Distanz, die sie am 1. Mai in Berlin und auch am vergangenen Samstag in Strausberg (Märkisch-Oderland) marschieren durften. Rund 500 Demonstranten, die dem Aufruf Bürgerbündnisses "Brandenburg Nazifrei" gefolgt waren, standen und saßen dem Marsch von etwa 100 Rechtsextremisten entgegen. Die Polizei sprach von friedlichen Protesten der Gegendemonstranten. Es wurden aber 50 Platzverweise ausgesprochen.
18.06.2010
Pinnow (ipr) Während die "Freien Nationalisten Uckermark" (FNUM) gemeinsam mit der "Kameradschaft Märkisch Oder Barnin" (KMOB) am Samstag in Strausberg (MOL) gegen "Linke Gewalt" demonstrieren und danach das Sommerfest der Deutschen Volksunion (DVU) auf dem Grundstück von Klaus Mann mit ihrer Anwesenheit beglücken wollen, werden sich die rechten Kameraden aus dem Raum Prenzlau in Uhlenhof (Gemeinde Uckerland) treffen, um dort auf dem Grundstück der NPD-Kreistagsabgeordneten Irmgard Hack bei einer Sonnenwendfeier dem germanischen Brauchtum zu frönen.
17.06.2010
Neuruppin (ipr) Am 28. Juli 2010 findet vor dem Landgericht Neuruppin die neue Hauptverhandlung gegen den Templiner Rechtsextremisten Sven P. wegen der Tötung der Arbeitslosen Bernd K. statt. Das teilte die Gerichtssprecherin Iris Le Claire mit. Der Prozess muss neu aufgerollt werden, weil der Bundesgerichtshof im Januar die Höhe der verhängten Jugendstrafe gegen Sven P. aufgehoben hatte. Für den Mittäter Christian W. hatte das Gericht das Urteil bestätigt.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.