Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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15.06.2009
Prenzlau (ipr) Seit dem 28.04.2009 prangt an der Giebelwand eines Hauses in der Prenzlauer Winterfeldtstraße/Ecke Lessingstraße ein großes Hakenkreuz. Bis heute ist es nicht gelungen, dieses Hakenkreuz zu entfernen oder sinnvoll umzugestalten.
12.06.2009
Prenzlau (ipr) Gestern wurde vor dem Jugendschöffengericht in Prenzlau der 21-jährige Templiner Matthias M. kostenpflichtig wegen gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. In die Gesamtstrafe wurden die Verurteilungen von fünf weiteren Körperverletzungen einbezogen. Die Verteidigung erklärte nach der Verhandlung, man werde auf alle Fälle in Berufung gehen.
09.06.2009
Pinnow (ipr) Die beiden rechtsextremen Parteien "Deutsche Volksunion" (DVU) und "Republikaner" (Rep) erreichten in der Uckermark bei den Europawahlen zusammen 2,4 Prozent der Stimmen und halbieren damit den Stimmenanteil, den die NPD zu den Kreistagswahlen im September 2008 erreicht hatte.
08.06.2009
Löcknitz (ipr) Bei den Bürgermeisterwahlen in Löcknitz konnte sich der bisherige Bürgermeister; Lothar Meistring (die Linke): mit 60 Prozent der Stimmen wieder durchsetzen. Der Kandidat der CDU erhielt 26 und der Kandidat der NPD acht Prozent. In der Löcknitzer Gemeindevertretung werden in Zukunft sechs Verordnete der CDU, fünf von Die Linke, ein SPDler und zwei NPDler sitzen.
05.06.2009
Angermünde (ipr) Das sowjetische Ehrenmal im Angermünder Friedenspark in der Berliner Straße wurde von Unbekannten in der Nacht zum Freitag (05.06.2009) beschädigt, berichtet die Pressestelle der Polizei des Schutzbereiches Uckermark. Nach ersten Erkenntnissen geschah die Tat zwischen Donnerstag, dem 04.06.2009, 18.00 Uhr und Freitag, dem 05.06.2009, 09.00 Uhr.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.