Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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10.07.2010
Löcknitz (ipr) Knapp sechs Monate hat die Polizei benötigt, um die Ermittlungen gegen 52 Personen aus der rechten Szene abzuschließen, die des Landfriedensbruchs beschuldigt werden. Nun prüft die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsergebnisse und wird gegebenenfalls Anklage erheben.
05.07.2010
Angermünde (ipr) Laut einer Meldung der Pressestelle der Polizei des Schutzbereiches Uckermark war in der Nacht zum Samstag ein 18-Jähriger durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt worden. Die Tat soll im Zusammenhang mit seiner Kleidung gestanden haben.
05.07.2010
Bad Freienwalde (ipr) Einen Tag nach der Durchsuchung von 23 Objekten in Brandenburg und Berlin am vergangenen Freitag hat die "Kameradschaft Märkisch Oder Barnim" auf ihrer Website die Selbstauflösung verkündet. Sie beschreitet damit dem Weg der "Freien Nationalisten Uckermark" (FNUM), die sich nach eigenen Angaben bereits kurz nach dem "Staatsbesuch" bei der KMOB aufgelöst haben.
02.07.2010
Stand 03.07.2010
Frankfurt (Oder) (ipr) Die Polizei in Brandenburg und Berlin hat am frühen Freitagmorgen 23 Objekte der rechtsextremistischen "Kameradschaft Märkisch Oder Barnim" (KMOB) durchsucht. Über 130 Beamte und Beamtinnen sollen dabei im Einsatz gewesen sein. Sie beschlagnahmten etwa 5000 Gegenstände, darunter Waffen und etwa 3000 Stück Propagandamaterial.
01.07.2010
Pinnow (ipr) Nach einigen Rückschlägen im Weltnetz bei Website und Jappy-Profilen haben sich die Freien Nationalisten Uckermark (FNUM) zu einem neuen Online-Auftritt durchgerungen. Unter www.fn-uckermark.info ist diese rechtsextremistische Gruppierung aus der Uckermark zu bestaunen.
[frühere artikel]
22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.