Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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30.07.2010:
Löcknitz (ipr) Der Bürgermeister von Löcknitz, Lothar Meistring, hat wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eine Geldstrafe erhalten, bestätigte der Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg, Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler, auf Nachfrage. Über die Höhe der Summe wollte er keine Angaben machen. Der Strafbefehl sei noch nicht rechtskräftig. Lothar Meistring befindet sich derzeit im Urlaub. Er sagte nur knapp am Telefon, dass er gegen den Strafbefehl Widerspruch einlegen werde. Er wolle nicht für etwas Zahlen, das er nicht getan habe.
29.07.2010
Neuruppin (ipr) Neun Jahre Jugendstrafe für Sven P. lautete gestern das Urteil der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts Neuruppin. Sven P., der zur rechten Szene Templins gehört, hatte den betrunken am Boden schlafenden 55-jährigen Bernd K. in dessen Werkstatt am 22. Juli 2008 aus Mordlust zu Tode getreten.
28.07.2010
Neuruppin (ipr) Vor einer Woche war der Löcknitzer NPD-Gemeindevertreter Dirk B. vor dem Amtsgericht Prenzlau vom Vorwurf der Nötigung und Beleidigung freigesprochen worden. Gestern wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen dieses Urteil Berufung eingelegt hat.
26.07.2010
Templin (ipr) Ein Mitarbeiter des Templiner Ordnungsamtes soll am Abend des Fußball WM Spieles Deutschland – Uruguay in der Nähe des Templiner Marktplatzes ohne Grund einem Punk, der aus Berlin zu Gast war, mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Das berichtet ein Augenzeuge des Vorfalls.
23.07.2010
Templin (ipr) Gestern jährte sich zum zweiten Mal der Tag der Ermordung von Bernd K. Gab es im vergangenen Jahr noch eine ökumenischen Andacht in der Maria-Magdalenen-Kirche bei der die Geistlichen der katholischen Kirche, der evangelischen Kirchengemeinde und der Baptisten klare Worte gegen den Nationalsozialismus und den Rechtsextremismus heute fanden, schwieg gestern Templin fast vollständig.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.