Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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07.07.2015
Angermünde (ipr) Obdachlos in Angermünde zu sein, war um den Jahrtausendwechsel lebensgefährlich. Immer wieder wurden die Männer Opfer rechter Gewalt. Die jetzt veröffentlichte Studie des Moses Mendelssohn Zentrums (MMZ) der Universität Potsdam belegt, der Obdachlose Ernst Fisk ist im September 1997 in Angermünde aus politischen Gründen zusammengeschlagen worden. Er hat sich nie wieder davon erholt und starb ein Jahr später. Die beiden Hauptverdächtigen Daniel M. und Matthias H. werden nicht angeklagt. Gegenrede.info dokumentiert den BErnstt des MMZ über diesen Fall mit der freundlichen Genehmigung des Brandenburgischen Innenministeriums.
03.07.2015
Templin (ipr) Montagvormittag wandelte der stadtbekannte Nazi Steven W. in kurzen Hosen durch die Templiner Mühlenstraße. Das Wetter bot sich dafür an. Dabei scheint der 24-Jährige vergessen zu haben, dass zwei etwa 10 mal 10 Zentimeter große Hakenkreuze seine Waden verunstalten.
30.06.2015
Bernau (ipr) Ein Barnimer NPD-Kreistagsabgeordneter ist gestern vor dem Amtsgericht Bernau wegen Amtsanmaßung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ein weiterer Angeklagter in diesem Verfahren ist vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Beide Rechtsextremisten gehören zur Bruderschaft "Barnimer Freundschaft". Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
29.06.2015
Pinnow (ipr) In der Uckermark gab es durch rechte Gewalt drei Todesopfer mehr als bisher durch die Polizei bestätigt. Das ist ein Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprojektes zur "Überprüfung umstrittener Altfälle Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Land Brandenburg" des Moses Mendelssohn Zentrums (MMZ) der Universität Potsdam im Auftrag des Brandenburgischen Innenministeriums.
26.06.2015
Prenzlau (ipr) Gestern wurde vor dem Prenzlauer Schöffengericht der Widerspruch eines Nazi-Devotionalienhändlers aus Boitzenburg gegen einen Strafbefehl verworfen. Das Gericht bewertete das Nichterscheinen des Angeklagten als untentschuldigt.
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22.02.2026
Flüchtiges Nazisymbol
Eine Zeugin teilte am Samstagvormittag der Polizei mit, dass sich in Eisenhüttenstadt auf dem Eis des Oder-Spree-Kanal ein Hakenkreuz befindet. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten ein, durch unbekannte Täter, in den Schnee getretenes 5m x 5m großes Hakenkreuz fest. Da ein gefahrloses Betreten der Eisfläche nicht möglich war, wurde zur Beseitigung die Feuerwehr hinzugerufen.
29.01.2026
Immer wieder!
Am Nachmittag des Internationalen Holocaust-Gedenktages (27.01.2026) wurde in Eisenhüttenstadt am Eingangstor zum Jüdischen Friedhof im Ortsteil Fürstenberg ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Wer das Symbol des Naziregimes dort hinterließ und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.
20.01.2026
Frau ruft Naziparolen
Am Sonntag kurz vor Mitternacht (18.01.2026) zerschlug eine 35-jährige Frau in der Spechthausener Straße in Eberswalde eine Flasche und rief lautstark Naziparolen. Die Polizei musste die aggressive Frau zu Boden bringen und fixieren. Sie verletzte sich dabei und wurde in einem Krankenhaus behandelt, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
19.01.2026
Rechtsrock abgespielt
Kurz vor dem Tagwechsel auf Sonntag (17.01.2026) fiel ein 18-Jähriger in der Juri-Gagarin-Straße in Fürstenwalde auf, der mit dem Fahrrad unterwegs war und lautstark Musik abspielte. Die Polizisten erkannten ein Lied der Rechtsrockband "Landser", die 2023 als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen wird nun wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen ermittelt.
18.01.2026
Nazigegröle in Bus
Am späten Samstagabend (17.01.2026) pöbelte ein 33-jähriger Mann in einem Linienbus von Bernau nach Wandlitz Fahrgäste an, zeigte mehrfach den Hitlergruß und rief Naziparolen. Auch gegenüber alarmierten Polizisten rief er Naziparolen. Er war beleidigend und spuckte sie an. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann (2,34 Promille) in Gewahrsam. Der deutsche Staatsbürger ist nun ein Fall für den Polizeilichen Staatsschutz der Direktion Ost.
13.01.2026
Zehn Jahre nach dem Nazi-Überfall auf Connewitz
Am Sonntag jährte sich der Nazi-Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz zum zehnten Mal. Am 11. Januar 2016 waren rund 300 Rechtsextreme in den als links-alternativ bekannten Stadtteil eingedrungen, hatten Autos beschädigt und Geschäfte verwüstet. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 113.000 Euro.
Bereits in der Tatnacht identifizierte die Polizei 214 mutmaßliche Angreifer. Insgesamt wurden später 217 Personen angeklagt. Inzwischen sind 212 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Ein Verfahren wurde eingestellt, weil der Angeklagte inzwischen verstorben ist. Zwei weitere Prozesse endeten mit Freisprüchen. Alle übrigen Angeklagten wurden wegen Landfriedensbruchs verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen.
08.01.2026
Nazisymbole geschmiert
Am Dienstag wurde der Polizei mitgeteilt, dass noch Unbekannte an die Glasflächen einer Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße in Müncheberg (Märkisch-Oderland) ein Hakenkreuz sowie eine SS-Rune und Zahlencodes der rechten Szene geschmiert haben. Wer sich da betätigte und welche Motivation dahintersteckte, ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz der Direktion Ost.