Nachrichten, Berichte, Analysen zum Rechtsextremismus in der Uckermark
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05.01.2026
Templin (ipr) Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner ist in der Nacht zu Sonntag Ziel eines Brandanschlags geworden. In einem Schuppen auf seinem Wohngrundstück in einem Templiner Ortsteil brach gegen 3.40 Uhr ein Feuer aus. Zudem wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittler ein verfassungsfeindliches Symbol an seiner Haustür angebracht.
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18.12.2025
Jungnazis angeklagt
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die rechtsextreme Gruppe "Letzte Verteidigungswelle" erhoben. Den teils minderjährigen Beschuldigten wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung sowie mehrfach versuchter Mord vorgeworfen. Dazu zählt ein Brandanschlag auf das Kulturhaus "Kultberg" in Altdöbern (Brandenburg) im Oktober 2024 sowie Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte. Der Prozess soll vor dem Oberlandesgericht Hamburg beginnen.
17.12.2025
Nazi-Mucke auf Weihnachtsmarkt
Nach dem Abspielen indizierter Nazi-Musik auf dem Sternenmarkt in Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) haben Ermittler einen 40-jährigen Verdächtigen aus dem Landkreis Stade identifiziert. Er soll unter anderem Nazi-Songs von "Landser" und "Gigi und die braunen Stadtmusikanten" über die offizielle Beschallungsanlage abgespielt haben. Ein sichergestellter USB-Stick führte zu dem Mann.
Die Stadt hatte einen externen Dienstleister mit der Musik beauftragt und ließ die Anlage noch am selben Tag abbauen. Zudem prüfen Ermittler Hinweise, wonach auch am Wochenende verbotene Musik über eine private Bluetooth-Box abgespielt worden sein soll.
Der Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung und Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz. Der Besitz der Musik ist nicht strafbar, das öffentliche Abspielen jedoch verboten.
01.12.2025
Angriff in Bad Freienwalde
Fünf Monate nach einem gewaltsamen Angriff auf ein Fest für Vielfalt in Bad Freienwalde hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen einen 21 Jahre alten Beschuldigten eingestellt. Wie die Behörde in Frankfurt (Oder) auf Anfrage von dpa am 28. November 2025 mitteilte, konnte kein hinreichender Tatverdacht gegen den jungen Mann erbracht werden. Weitere Beschuldigte konnten nicht ermittelt werden. Deswegen sei das Verfahren am 11. November eingestellt worden, berichtete dpa
11.11.2025
Jüdische Gedenktafel beschmiert
Am Sonntagmorgen gegen 03:00 Uhr stellten Polizeibeamte des Polizeihauptreviers Pasewalk eine Sachbeschädigung an einer jüdischen Gedenktafel in Pasewalk, Marktstraße fest. Durch bislang unbekannte Täter wurden der Sockel der Gedenktafel mit mehreren Buchstaben beschmiert. Der Sachschaden wird auf ca. 200 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang um Mithilfe aus der Bevölkerung. Zeugen der Tat oder Personen, die Hinweise zur Ermittlung der Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Pasewalk unter 03973-2200 oder der Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.
10.11.2025
Nazisymbole an Dönerinbiss
Wie der Polizei am Samstag angezeigt wurde, haben noch Unbekannte an das Gebäude eines Dönerimbisses in Briesen (Mark) in der Bahnhofsstraße mehrere Nazisymbole geschmiert. Wer sich da betätigte und welche Motivation diejenigen hatten, ermittelt nun der Polizeiliche Staatschutz der Direktion Ost.
08.08.2025
Waffenfund bei AfDler
Bei einer großangelegten Durchsuchung im Gutshaus des AfD-Politikers Philip Steinbeck in Jessenitz bei Lübtheen hat die Polizei scharfe Waffen sowie größere Mengen Sprengstoff sichergestellt. Zuerst berichtete der Nordkurier. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock verstoßen Teile des Fundes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz.
An dem Einsatz am Mittwoch waren rund 60 Beamte beteiligt, darunter Spezialkräfte des Landeskriminalamts, Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei sowie Sprengstoffhunde und der Munitionsbergungsdienst. Neben dem Wohnhaus von Steinbeck und seiner Frau – beide sind für die AfD im Kreistag Ludwigslust-Parchim tätig – wurden weitere Objekte durchsucht.
07.08.2025
Togolese angegriffen
Am Samstagabend ist ein 25-jähriger Mann aus Togo auf dem Dreescher Markt in Schwerin angegriffen und verletzt worden. Nach Polizeiangaben wurde der Mann zunächst rassistisch beschimpft, woraufhin er die Behörden verständigte. Noch bevor die Polizei eintraf, eskalierte die Situation: Drei Personen sollen den Mann attackiert und ihn unter anderem mit einer Glasflasche am Kopf getroffen haben.
Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 40-jähriger Deutscher als Tatverdächtiger identifiziert und an seiner Wohnung angetroffen werden. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von über 2,0 Promille. Zwei weitere Verdächtige sollen namentlich bekannt sein. Zuerst berichtete die Schweriner Volkszeitung.
04.08.2025
Zu blöd, den Stecker zu ziehen
Ein Vorfall bei der Eröffnungsfeier der Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Torgau sorgt bundesweit für Aufsehen. Ein Kampfrichter aus dem Land Brandenburg soll verantwortlich dafür gewesen sein, dass die umstrittene erste Strophe des Deutschlandliedes statt der Nationalhymne (3. Strophe) abgespielt wurde.
Laut dem Deutschen Feuerwehrverband sei der Tonträger von einem Brandenburger Kampfrichter eingebracht worden. In einem Video, das online zu finden ist, ist die Stimme von Heino zu erkennen, der das Deutschlandlied 1978 einspielte.
Vizepräsident Hermann Schreck erklärte gegenüber der Presse, der Verband habe umgehend reagiert: Der Mann wurde noch am Abend von sämtlichen Aufgaben und Funktionen entbunden. Warum die Verbandsoberen nicht sofort den Stecker der Anlage gezogen haben, erklärte er allerdings nicht.
Interessant wäre es zu erfahren, was den Kampfrichterausbilder aus Bad Belzig geritten hat, die Heino Einspielung nach Torgau zu bringen.
29.07.2025
Ermittlungen gegen Polizeischüler
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Kommissaranwärter der Polizei-Hochschule im brandenburgischen Oranienburg wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Das sagte ein Sprecher der Behörde in Neuruppin. Weitere Angaben wollte er nicht machen, da die Ermittlungen andauerten. Zuerst berichtete die "Bild"-Zeitung.
Nach Informationen der Zeitung soll es bei Äußerungen der Kommissaranwärter in Lehrveranstaltungen um dunkelhäutige Straftäter, Homosexuelle und auch den Verfassungsschutz gegangen sein. Mitschüler hätten die Aussagen in einem Protokoll festgehalten.
Wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte, suspendierte die Polizei-Hochschule die beiden Auszubildenden zunächst vorübergehend. Das Dienstverbot sei dann am 24. Juli erloschen, da sich die Ermittlungen als aufwendiger erwiesen hätten.
23.07.2025
Rücktritt & Parteiaustritt
Der bisherige Kreisverbandschef der AfD-Südwestmecklenburg, Lorenz Dietrich, hat aus persönlichen Gründen alle Ämter niedergelegt und ist aus der Partei ausgetreten. Darüber berichtet der NDR.
Gegen ihn läuft seit Juni ein polizeiliches Ermittlungsverfahren. Aufgrund von Persönlichkeitsrechten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft zu Einzelheiten des Ermittlungsverfahren keine Auskünfte geben.
Erst im Januar war Lorenz Dietrich zum AfD-Kreisverbandschef Südwestmeck- lenburg gewählt worden.
25.06.2025
Pflock für die Pressefreiheit
Das rechtsextreme Magazin "Compact" kann weiter erscheinen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat das Verbot aufgehoben, das die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) im Sommer 2024 erlassen hatte.
"Das Grundgesetz garantiert selbst den Feinden der Verfassung die Meinungs- und Pressefreiheit", begründete der Vorsitzende Richter Ingo Kraft die Entscheidung. Zwar gebe es zahlreiche polemische und zugespitzte Äußerungen. Die Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit sei jedoch nicht überschritten, so das Gericht
15.06.2025
Nazis greifen Demokratie-Veran- staltung in Bad Freienwalde an
Am Sonntag wurden in Bad Freienwalde Teilnehmende der Veranstaltung "Für ein buntes Bad Freienwalde" von 10 bis 15 teils vermummten Personen angegriffen. Darunter befanden sich auch Menschen aus der queeren Community.
Die Täter setzten offenbar Schlagwerk- zeuge oder Holzstöcke ein. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Die Angreifer flüchteten vor Eintreffen der Polizei.
Die ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Versammlung wurde dann unter Polizei- schutz fortgesetzt.
29.03.2025
Mehr rechte Gewalt durch Jugendliche in Brandenburg
In Brandenburg treibt extrem rechtes Gedankengut immer mehr junge Menschen zu Gewalttaten. Das ergab eine Anfrage der Märkischen Allgemeinen Zeitung bei der Polizei Brandenburg. Demnach hat sich die Zahl der Minderjährigen, die eine rechts motivierte Gewalttat begangen haben sollen, binnen zwei Jahren nahezu verdoppelt. Die Polizei erfasste im Jahr 2024 546 Tatverdächtige, die zur Tatzeit jünger als 18 Jahre alt waren. 2023 waren es 388, 2022 noch 282 gewesen - ein Plus von 94 Prozent.
Auch die Zahl der Tatverdächtigen in höheren Altersgruppen stieg: von 222 bei den 18-bis-25-Jährigen in 2022 auf 320 in 2024 und von 950 bei allen Über-25-Jährigen auf 1265. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2131 Tatverdächtige rechtsmotivierter Gewalttaten erfasst.
21.03.2025
Antisemitismus am Arbeitsplatz
Ein 30-jähriger Mann meldete sich Donnerstagnachmittag bei der Polizei in Panketal. Ein 54-Jähriger aus seinem Arbeitsumfeld soll ihn aufgrund seiner Religion beschimpft haben. Es ging dabei ums Judentum. Präziser wollte sich die Polizei dazu nicht äußern. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den 54-Jährigen eingeleitet. Mit dem Fall beschäftigen sich nun Kriminalisten der Polizeidirektion Ost..
27.01.2025
Nachwuchsnazis on the road
Am Samstagabend (25.01.2025) hörten Zeugen im Bereich der Salomon-Goldschmidt-Straße in Eberswalde "Sieg Heil"- Rufe. Das Ganze soll aus einer Personengruppe heraus geschehen sein. Aufgrund sehr guter Personenbeschreibungen konnten Polizisten die Rufer später stellen. Die 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Vorwurf des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
05.01.2025
Banküberfall in Erkner
Am Freitagmorgen wurde der Polizei bekannt, dass unbekannte Tatverdächtige eine öffentliche Sitzbank vor dem Rathaus aus ihrer Verankerung gerissen und beschädigt haben. Bei der Bank handelt es sich um eine vom Bündnis für Brandenburg gewidmete Bank mit dem Slogan „Kein Platz für Rassismus“. In diesem Fall werden Spezialisten der Kriminalpolizei ermitteln, ob es sich um eine politisch motivierte Straftat oder nur reinen Vandalismus handelt. Die Schadenshöhe wird in diesem Fall auf ca. 1000 Euro beziffert.