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uckermark-news >> 2022 >>

05.08.2022

Staatsschutz ermittelt

Prenzlauerin attackiert syrisches Kind verbal

Prenzlau (ipr) Am Donnerstagabend soll eine Prenzlauerin ein zehnjähriges syrisches Kind auf einem Spielplatz rassistisch beschimpft und beleidigt haben.

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03.08.2022

Alle Jahre wieder

Hakenkreuze an der Ruine

Schwedt (ipr) Wie die Polizei am Dienstag erfuhr, haben Unbekannte an die Außenwände der ehemaligen Uckermark-Passagen in der Friedrich-Engels-Straße in Schwedt vier Hakenkreuze geschmiert. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei zu den Tätern und deren Motivation.

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01.08.2022

Prozess um Volksverhetzung am AfD-Infostand

Der leise Maik

Prenzlau (ipr) Am Dienstag ist vor dem Amtsgericht in Prenzlau ein 43-jähriger Templiner wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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23.07.2022

Vom Schreibtisch geräumt II

Der Nazi & der Friseur

Uckermark (ipr) In den vergangenen Wochen wurden Nazi-Schmierereien sowohl in Templin als auch in Angermünde entdeckt. In beiden Fällen tauchten Hakenkreuze auf. So etwas zieht immer Ermittlungen wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach sich.

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30.06.2022

Vom Schreibtisch geräumt I

Haftstrafe für Reichsbürger bleibt

Schwedt (ipr) Vor einer Woche wartete man am Schwedter Amtsgericht mal wieder vergeblich auf einen Reichsbürger. Der hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt und sollte sich nun vor Gericht für einen versuchten Angriff mit einer Fahnenstange auf eine Polizistin verantworten. Da er nicht erschien, wurde der Einspruch verworfen.

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rechte spalte

21.07.2022

Gedenkbäume gefällt

Nahe der Gedenkstätte Buchenwald sind sieben Bäume abgesägt worden, die an Opfer des NS-Konzentrationslagers bei Weimar erinnern sollen. Wer für die Tat verantwortlich ist, ist bisher unklar. Die Bäume waren den getöteten Kindern von Buchenwald sowie sechs namentlich genannten Häftlingen gewidmet, wie der Sprecher der Gedenkstätte, Rikola-Gunnar Lüttgenau, am Mittwoch mitteilte.


07.07.2022

Jüdische Gedenktafel in Pasewalk beschmiert

In der Nacht zum Sonntag ist die jüdische Gedenktafel in der Pasewalker Grabenstraße beschmiert worden. Auf der Gedenktafel steht: "Unweit dieser Stelle stand von 1934 bis 1938 die Pasewalker Synagoge. Am Abend des 9. November 1938 wurde sie in Brand gesetzt und zerstört." Der oder die unbekannte TäterIn hat die Worte "wurde sie in Brand gesetzt und zerstört" durchgestrichen.


01.07.2022

Aufarbeitung von möglichen Nazi-Morden

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) lässt zahlreiche Tötungsverbrechen auf einen möglichen rechtsextremen Hintergrund prüfen. Es gehe um rund 25 Fälle mit 30 Todesopfern in den vergangenen knapp 40 Jahren, die bislang nicht als rechtsextreme Taten eingestuft sind, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" am Mittwoch. Rechtsextremismus sei nach wie vor eine der größten Gefahren für die Demokratie, sagt Reul der Zeitung: "Deshalb ist es gut und wichtig, dass wir Grenzfälle aus der Vergangenheit noch einmal neu betrachten und bewerten."


16.06.2022

Drogennazis aufgemischt

Im Zuge einer Drogenrazzia im Nazi-Bruderschaft Milieu haben mehr als 500 Einsatzkräfte aus Thüringen und Spezialeinheiten aus anderen Bundesländern Gebäude in Thüringen, Schleswig-Holstein und Berlin durchsucht.

Ermittelt wird gegen insgesamt 14 Beschuldigte, sieben wurden festgenommen - einer davon im Urlaub in Griechenland. Ihnen werden bandenmäßiger Drogenhandel, Geldwäsche und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen.


01.06.2022

Ausschussquerelen

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Nazi-Anschlagsserie in Berlin-Neukölln startet später als geplant. Die konstituierende Sitzung wurde von kommenden Freitag auf den 16. Juni verlegt. Das teilte der Ausschussvorsitzende Florian Dörstelmann (SPD) mit. Als Grund gab er am Dienstag die ungeklärte Frage um AfD-Vertreter in dem Gremium an. Das hat der RBB berichtet.


31.05.2022

Hohe Geldstrafen für Antisemiten

Das Dortmunder Landgericht hat fünf Mitglieder der rechtsextremen Szene wegen Volksverhetzung zu Geldstrafen von bis zu 10 000 Euro (250 Tagessätze) verurteilt, berichtet Zeit-Online. Die Angeklagten sollen auf zwei Demonstrationen in Dortmund im September 2018 gerufen haben: "Wer Deutschland liebt, ist Antisemit." Laut Urteil vom Montag hat diese Parole "eindeutig einen rechtsradikalen Ursprung". Vor allem aber im Kontext der damaligen Aufmärsche sei der Spruch als volksverhetzend einzustufen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


30.05.2022

Nazis im Suff

Zwei 19- und 36 Jahre alte Männer skandierten am Donnerstagnachmittag im Bereich der Straße der Jugend "Heil Hitler" in Schönbrunn (Elbe-Elster). Einen Platzverweis der alarmierten Polizisten kamen sie trotz mehrmaliger Aufforderung nicht nach. Nachdem die Beamten wiederholt beleidigt wurden und versucht wurde nach den Polizisten zu treten und zu schlagen, erfolgte die Gewahrsamnahme der beiden alkoholisierten Männer.


14.05.2022

Nazis & Co im Staatsdienst

Die Bediensteten von Polizei, Verfassungsschutz und Bundeswehr in Deutschland haben in einem Zeitraum von drei Jahren in 327 Fällen verfassungsfeindliche Bestrebungen gezeigt. Das geht aus dem Lagebericht Rechtsextremisten, "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" in Sicherheitsbehörden des Bundesverfassungsschutzes hervor, den Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gemeinsam mit Bundesverfassungsschutzchef Thomas Haldenwang am Freitag vorgestellt hat.

Der neue Bericht mit Erhebungszeitraum zwischen Juli 2018 und Juni 2021 zeigt nun, dass es deutlich mehr Fälle gibt als bisher bekannt. 189 Fälle in Landesbehörden, 138 in Bundesbehörden, darunter die Bundeswehr. Der Bundesverfassungsschutz führt diesen Anstieg laut Bericht in erster Linie nicht auf eine tatsächlich steigende Zahl von Fällen zurück, vielmehr sei das Dunkelfeld aufgehellt worden.


09.05.2022

Neue Prozesse gegen KZ-Aufseher möglich

Laut PNN ermittelt die Brandenburger Justiz gegen zwei weitere frühere KZ-Aufseher, einen Mann und eine Frau. Sie sollen im Konzentrationslager Ravensbrück den Tod von Häftlingen mitverschuldet haben. Das bestätigte der Sprecher des Brandenburger Justizministeriums, Horst Fischer, auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN).

Die Ermittlungsverfahren richten sich gegen einen heute 97-jährigen ehemaligen Wachmann beziehungsweise Wachposten und eine 99-jährige ehemalige Aufseherinim im KZ Ravensbrück. Ihnen wird zur Last gelegt, zur Ermordung von Lagerhäftlingen Hilfe geleistet zu haben durch unzureichende Lebensbedingungen, Vergasungen und Erschießungen.


05.05.2022

Richter mit Nazi-Vergangenheit

Die politische Herkunft eines Familienrichters am Oberlandesgericht Celle war dort nicht bekannt. Erst durch eine Anfrage wegen einer Studie erfuhrt das Gericht von dessen früheren rechtsextremen Aktivitäten.

Im Oberlandesgericht sei der Richter nicht mit einschlägigen Äußerungen aufgefallen. Seit dem Eintritt in den Staatsdienst wolle der Richter nicht mehr politisch aktiv gewesen sein. Ein Gerichtssprecher deutet gegenüber der taz an, dass seine Urteile nun genauer angeschaut würden.


27.04.2022

Terroristische Vereinigung

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen vier Männer übernommen, die die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und einen Umsturz geplant haben sollen. Die Behörde sieht Hinweise, dass die Beschuldigten eine terroristische Vereinigung gegründet und/oder sich für eine solche Vereinigung als Mitglieder betätigt haben könnten.

Vier Deutsche aus Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz), Falkensee bei Berlin sowie aus den Kreisen Landshut (Bayern) und Ammerland (Niedersachsen) waren am 13. April festgenommen worden. Bei dem Mann aus Bayern war ein regelrechtes Waffenlager entdeckt worden. Bei Sven B. aus Falkensee soll ein russisches Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow und eine SS-Uniform gefunden worden sein.


16.04.2022

Hakenkreuze in Lübben

Unbekannte haben in Lübben im Landkreis Dahme-Spreewald 22 Hakenkreuze versprüht. Das teilt die Polizei mit. Die Nazi - Schmierereien wurden bereits in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch mit orangener Sprühfarbe an verschiedenen Orten im Stadtgebiet unter anderem an Zäunen, Hauswänden und weiteren Flächen aufgebracht. Der Staatsschutz ermittelt.


18.03.2022

Nordkreuz: Anklage gegen Waffenhändler

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen einen Waffenhändler und Schießtrainer aus Güstrow Anklage wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, von einem Mitarbeiter der Waffenbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim Kriegswaffenmunition ohne die dafür erforderliche Erlaubnis angenommen zu haben. Die zehn Patronen waren laut Staatsanwaltschaft 2017 bei einer Durchsuchung beim ehemaligen Elitepolizisten Marko G. gefunden worden, der Verbindungen zum rechtsextremen Nordkreuz-Netzwerk hatte. Der Waffenhändler ist zudem in einen Skandal um gestohlene Polizeimunition in Sachsen verwickelt.


16.03.2022

Kinder sprühen Hakenkreuze

Der Nordkurier berichtet, dass in Pasewalk (MV) neun Jungen und Mädchen beim Sprühen mit goldener Farbe mehrerer Schriftzüge und zwei Hakenkreuzen an Tischen, Bänken, Steinen und einer Mauer erwischt worden sind.

Zu lesen waren unter anderem "FC Hansa", "ScheisStPauli" und "FCK Antifa. Die Beamten ertappten eine 13-Jährige und einen 13-Jährigen auf frischer Tat. Leugnen war weitgehend zwecklos, bei den Verfassungsfeindlichen Symbolen beschuldigten sich beide jedoch gegenseitig. Der Sachschaden wird auf 300 Euro geschätzt.


04.03.2022

Rex Straftaten Österreich

Die Zahl rechtsextremer Straftaten in Österreich ist im CoV-Jahr 2021 stark gestiegen. 1.053 Tathandlungen mit einschlägigem Hintergrund wurden verzeichnet, im Jahr davor waren es 895 gewesen, geht aus der Antwort des Innenministerium auf eine parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz (SPÖ) hervor.


03.03.2022

Reichsbürger festgenommen

NTV berichtet, dass deutsche Fahnder einen mutmaßlichen "Reichsbürger" in Ungarn festgenommen haben. Der Mann hatte sich nach einer Anklage in Baden-Württemberg abgesetzt. Dem 62-Jährigen werden unter anderem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Last gelegt, wie die Polizei in Ravensburg mitteilte. Zudem werden ihm eine Erpressung sowie Missbrauch von Titeln vorgeworfen.


18.02.2022

Schwurblermorde

Die Morde von Senzig vom 7. Dezember 2021 werden von der Polizei als antisemitisch motivierte Tat eingestuft. Damit ist es das politisch motivierte Tötungsdelikt mit der höchsten Opferzahl in der Geschichte des Bundeslandes Brandenburg, schreibt der Verein "Opferperspektive".

In der Antwort des Bundesministeriums des Inneren auf eine Anfrage der Abgeordneten Petra Pau (Die Linke) heißt es: "Laut derzeitigem Kenntnisstand war der Tatverdächtige davon überzeugt, dass der Staat mit der Impfkampagne einen bösen Plan verfolge und die Weltbevölkerung um die Hälfte reduzieren und eine neue Weltordnung unter jüdischer Führung gründen wolle." Neben antisemitischen Verschwörungsmythen soll sich der Täter in seinem Abschiedsbrief zudem rassistisch geäußert haben.


28.01.2022

Toter von Wandlitz

Der 53-Jährige, der am Montag nach einer unangemeldeten Corona-Demo in Wandlitz (Barnim) zusammengebrochen ist und später in einem Krankenhaus starb, ist einen natürlichen Tod gestorben. Das sei das Resultat einer Obduktion, wie das Brandenburger Polizeipräsidium am Donnerstag in Potsdam mitteilte.

Bei dem Toten handelt es sich um den Musiker Boris Pfeiffer, der bis ins vergangene Jahr in der Mittelalter-Rockband "In Extremo" spielte. Die Band kondolierte Pfeiffers Familie am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite.


27.01.2022

Mordanklage gegen Masken-Mörder

Gut vier Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) hat die Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Täter wegen Mordes angeklagt. Der 49-jährige Mario N. soll den 20 Jahre alten Mitarbeiter Mitte September 2021 getötet haben, nachdem dieser ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpf licht hinge- wiesen hatte.

Nach den Ermittlungen hatte der 49-Jährige an der Tankstelle ohne Maske Bier kaufen wollen. Er kam zweimal. Beim ersten Mal war er nach einer Diskussion mit Alex W., der als Aushilfe an der Tankstelle jobbte, wieder gegangen. Als er zurückkam, trug er zunächst eine Mund-Nasen-Bedeckung, die er dann aber an der Kasse herunter- zog. Nach einem kurzen Wortwechsel mit dem 20-Jährigen habe der Beschuldigte einen Revolver aus der Hosentasche gezogen und den Berufsschüler mit einem Kopfschuss getötet. Der junge Mann war sofort tot.


24.01.2022

Toter bei Corona-Demo in Wandlitz

In Wandlitz ist heute Abend ein 53jährer Anti-Coronademonstrant im Krankenhaus verstorben. Kurz vor seinem Zusammenbruch auf der Straße hatte der Barnimer versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen, teilte die Polizei mit. Danach seien seine Personalien festgestellt worden. Kurz danach brach der Mann zusammen. Polizisten hätten sofort erste Hilfe geleistet und die Rettungskräfte alarmiert, die den Mann ins Krankenhaus brachten, so die Polizei.

In Wandlitz beteiligten sich rund 200 Menschen an einer unangemeldeten Demonstration gegen die Coronamaßnahmen der Bundesregierung. Nachdem die DemonstrantINNen nicht auf Lautsprecherdurchsagen der Polizei reagierten, stoppten die Polizisten Zug, um die Identitäten der TeilnehmerInnen festzustellen.


22.01.2022

Nordkreuz kein Mordkreuz

Der Generalbundesanwalt hat Ermittlungen gegen zwei Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe "Nordkreuz" in Mecklenburg-Vorpommern nach mehr als vier Jahren beendet. Das Verfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sei mangels hinreichenden Tatverdachts Anfang Dezember eingestellt worden, teilte ein Sprecher des Generalbundesanwalts auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ein weiteres Mitglied von "Nordkreuz" - ein ehemaliger Spitzenbeamter des SEK Mecklenburg-Vorpommern wurde Ende 2019 in Schwerin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil im Zuge einer Durchsuchung bei ihm ein Maschinengewehr und illegale Munition gefunden worden waren.

In Chats, die im Prozess verlesen wurden, waren auch den Nationalsozialismus verherrlichende Inhalte ausgetauscht worden. "Nordkreuz" wird im Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern 2020 als rechtsextremistische Gruppierung eingestuft.


20.01.2022

SS-Siggi könnte zur Ruhe kommen

Morgen wird "SS-Siggi" Borchert in Dortmund begraben. Der bundesweit bekannte Nazi war bereits am 3. Oktober an einer Blutvergiftung gestorben. Die rechte Szene mobilisiert zur Beerdigung.

Um die Beisetzung hatte es zuvor einen monatelangen Streit gegeben. Die Stadt Dortmund hatte eine anonyme Bestattung vorgeschlagen, weil so eine "Pilgerstätte" für Nazis verhindert werden soll. Ein Familienangehöriger hatte das abgelehnt, das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte in einer ersten Eilentscheidung zu dessen Gunsten entschieden.

Wie sein Grabstein letztlich gestaltet werden soll, muss noch das Gericht noch entscheiden. Die Urne von "SS Siggi" soll zunächst in der Erde gelassen, das Grab mit einer Stein-Tafel verschlossen werden. Ohne Aufschrift ? erstmal, bis das Hauptverfahren abgeschlossen ist. Ein Verhandlungstermin stehe laut "Ruhr Nachrichten" noch nicht fest.


19.01.2022

Éric Zemmour wegen Volksverhet- zung verurteilt

Der rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour ist von einem Pariser Gericht wegen Volksverhetzung zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden. Das berichtet unter anderen der Spiegel. Zemmour soll 10.000 Euro Strafe zahlen. Das Gericht gab das Urteil am Montag in Abwesenheit Zemmours bekannt, der Politiker will laut der Zeitung "Le Monde" dagegen in Berufung gehen.

Zemmour hatte im Jahr 2020 in einer Talkshow über minderjährige Migranten hergezogen, sie als »Diebe, Mörder und Vergewaltiger« bezeichnet und deren Abschiebung gefordert.


14.01.2022

AfDlerin zieht Konsequenzen

Eine 62jährige AfD-Stadträtin aus Frankenthal (Pfalz) soll bei einer nicht angemeldeten Montagsspaziergang-Demonstration im Dezember Polizisten den Hitlergruß gezeigt und "Heil Hitler" gerufen haben, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Aufgrund dieser Vorwürfe ist sie nun zurück- und auch aus der Partei ausgetreten. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.


12.01.2022

Durchsuchung wegen falscher Atteste

Der wegen der Ausstellung falscher Maskenbefreiungen bereits rechtskräftig verurteilte Arzt Joachim B. steht weiter im Fokus staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen, berichtet die Ostseezeitung. Die Behörde sicherte am Montag bei einer Durchsuchung seiner Praxis in Dierhagen (Vorpommern-Rügen) Patientenkarteien und weitere Praxisunterlagen, wie der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft Marc Engelhardt sagte.

Der Mediziner steht im Verdacht, in etwa 80 weiteren Fällen falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt zu haben. Konkret gehe es um Maskenbefreiungen und Impfunverträglichkeitsbescheinigungen, die zur Vorlage bei Behörden gedient haben sollen, so Engelhardt.


10.01.2022

Doppelstrategie

Laut einem Bericht der Schweriner Volkszeitung vom Samstag betreibt der Lübower Altenpfleger Gabriel Halfmann betreibt inzwischen zwei Corona-Teststationen.Zugleich gehört Halfmann zu den Initiatoren der Proteste gegen Corona-Maßnahmen. So war er bisher Anmelder oder Versammlungsleiter der Demonstrationen in Wismar.

Was er zu dem Widerspruch sagt, dass er geschäftlich von Maßnahmen profitiert, die er auf Demonstrationen bekämpft, will er der SVZ bisher nicht verraten. Öffentlich bekannt wurde der Lübower im Vorjahr, als er für die Klein-Partei "Die Basis" zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern angetreten war. Diese Partei gilt als politischer Arm der Querdenker.


09.01.2022

Eingeschränkter Blick des VS

Brandenburg spielt nach Einschätzung des Verfassungsschutzes für den Rechtsextremismus eine spezielle Rolle. Das Bundesland verfüge mit dem Verdachtsfall AfD über einen vergleichsweise großen Landesverband, sagte Verfassungsschutzchef Jörg Müller dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Potsdam: "Er hat somit Gewicht in der Bundespartei." Ebenso habe der sogenannte Flügel bis zu seiner von der Partei erklärten Auflösung in Brandenburg erheblichen Einfluss gehabt.

"Was den Rechtsextremismus in Brandenburg samt Verdachtsfällen sehr stark und beispielhaft prägt, ist die Bündelung verschiedener Akteure", sagte Müller. Diese würden "praktisch in der Auffahrt der AfD den vorpolitischen Raum beackern". Dazu gehöre der "Compact"-Verlag, der Verein "Zukunft Heimat" sowie die "Identitäre Bewegung Deutschland". Ebenso bestünden Verbindungen über die Landesgrenze hinweg zum "Institut für Staatspolitik", zu "Ein Prozent" und zu Pegida.

"Da wird ein großer Handlungskomplex aus extremistischen Bestrebungen und Verdachtsfällen gebildet", sagte Müller: "Diese Dichte ist woanders nicht auffindbar." Den brandenburgischen Rechtsextremismus kennzeichne zudem die bundesweit höchste Zahl extremistischer Musikbands im Verhältnis zur Bevölkerung.


07.01.2022

Reichsbürger jetzt ohne Auto

Polizeibeamte stoppten am Donnerstag einen Pkw in Spremberg, da an dem Fahrzeug die Kennzeichen fehlten. Als die Beamten den Fahrer ansprachen, verschloss dieser die Pkw-Türen. Den Weisungen auszusteigen und sich auszuweisen, kam der Mann nicht nach. Er legte allerdings Scheindokumente des "Deutschen Reiches" vor und gab an, Reichsdeutscher zu sein, teilt Polizeisprecher Torsten Wendt mit.

Erst nach mehrmaliger Belehrung und unter Anwendung von Pfefferspray, konnte der 42-Jährige zur Identitätsfeststellung aus seinem Auto geholt werden. Hinzugerufene Rettungskräfte brachten den Mann daraufhin zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung und des Verstoßes gegen die Abgabenordnung sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.

[rückblick 2021]