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news >> 2014 >> 110406_01

06.04.2011

Löcknitzer NPD-Gemeindevertreter vor Gericht

Dirk B. zu einer Geldstrafe verurteilt

Neuruppin (ipr) Der Löcknitzer NPD-Gemeindevertreter Dirk B. ist gestern vor dem Landgericht Neuruppin wegen des Vorwurfes der Beleidigung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen verurteilt worden. Den Vorwurf der Nötigung sah das Gericht nicht bestätigt.

Das Gericht hielt nach einer vierstündigen Verhandlung die Aussagen des Journalisten Peter Huth für glaubwürdig und sah es dementsprechend als erwiesen an, dass der 41-jährige Fliesenleger Dirk B. ihn im August 2009 in der Uckermärkischen Kleinstadt Brüssow mit den Worten "Judensau", "Drecksau" und "Drecksack" beleidigt hatte. Für den Vorwurf der Nötigung sah das Gericht keine ausreichenden Beweise. Obwohl der Satz "Wir wissen wo du wohnst" schon nahe dran sei an der versuchten Nötigung, so der Vorsitzende Richter bei der mündlichen Urteilsbegründung.

In einer ersten Verhandlung vor dem Amtsgericht Prenzlau im Juli 2010 war der nationale Unternehmer (Zitat mupinfo.de), Kreistagsabgeordnete und Gemeindevertreter der NPD aus Löcknitz mit der Begründung "Hier stünde Aussage gegen Aussage" noch freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft war daraufhin in Berufung gegangen. Die Höhe der Tagessätze wurde aufgrund des Einkommens von Dirk B. mit 15 Euro festgesetzt. Dazu muss er die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Brüssower Bernd R. – Entlastungszeuge, ebenfalls Fliesenleger und Kamerad von Dirk B. – muss nun damit rechnen, dass er wegen uneidlicher Falschaussage vor Gericht belangt wird.



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