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05.01.2026 Rotes Dreieck an der HaustürBrandanschlag auf Brandenburgs AntisemitismusbeauftragtenTemplin (ipr) Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner ist in der Nacht zu Sonntag Ziel eines Brandanschlags geworden. In einem Schuppen auf seinem Wohngrundstück in einem Templiner Ortsteil brach gegen 3.40 Uhr ein Feuer aus. Zudem wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittler ein verfassungsfeindliches Symbol an seiner Haustür angebracht. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, verletzt wurde niemand. Andreas Büttner und seine Familie hielten sich nach dessen Angaben zum Zeitpunkt des Angriffs im Wohnhaus auf. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung übernommen, eine Tatortgruppe kam zum Einsatz. Zu Hintergrund und Motivlage machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Nach Informationen einiger Zeitungen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein. Das rote Dreieck wurde vielfach bei propalästinensischen Aktionen gezeigt und ist als Kennzeichen im Zusammenhang mit der islamistischen Terrororganisation Hamas in Deutschland verboten. Das Symbol wird von der Hamas und ihren Unterstützern benutzt, um Ziele zu markieren. Für Andreas Büttner ist es nicht der erste Angriff: Bereits im August 2024 war sein Privatauto beschädigt worden, damals waren Hakenkreuze in das Fahrzeug gekratzt worden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verurteilte den Angriff scharf. Extremismus dürfe in Brandenburg keinen Platz haben, erklärte er. Gewalt gegen Menschen oder Sachen sei „absolut inakzeptabel“. Auch Innenminister René Wilke (SPD) sprach von einer "verachtenswerten" Tat. Büttner leiste als Antisemitismusbeauftragter einen besonderen Dienst für das Land, betonte Wilke, und kündigte weitere Unterstützung an. Andreas Büttner selbst sprach auf X von einer "massiven Eskalation", die sich gegen ihn persönlich, seine Familie und sein Zuhause richte. Einschüchtern lassen wolle er sich jedoch nicht. Gewalt, Brandstiftung und Bedrohung würden nicht dazu führen, dass er leiser werde oder seinen Einsatz infrage stelle, erklärte Büttner: "Sie bestärken mich in dem, was ich tue." Ihre Meinung |