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news >> 2021 >> 210403_05

03.04.2021

Kampfgemeinschaft Cottbus unterwegs

Bierglaswurf führt zur Anklage

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen den Cottbuser Kickboxer Mario S. wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Dresden erhoben. Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, am 11. Januar 2020 einem Schauspieler des Kabaretts Herkuleskeule ein Bierglas an den Kopf geschmissen zu haben. Brandenburg Aktuell hat zuerst über die Anklageerhebung berichtet.

Mario S. soll damit bewiesen haben, dass er neben dem Kickboxen auch den Bierglaszielwurf beherrscht. Der Nazi war natürlich nicht allein im Kabarett. Von der ersten Minute an hatten die etwa 15 rechte Kameraden die Aufführung gezielt gestört. Dabei sollen laut FAZ gegenüber der Hauptdarstellerin zunächst Sätze gefallen sein wie "Du geile Sau!" und "Uns wurde eine Erotikshow versprochen". Dann folgten Rufe wie "Scheißasylanten" und "A-A-AfD".

Als die Schauspieler die Aufführung unterbrachen und die Störer aus dem Theater verweisen wollten, flog das Bierglas. Als die Polizei eintraf, hatten die Angreifer bis auf drei Personen bereits die Flucht ergriffen. Steve B., David Q. und Alexander G. sollen geblieben sein. Steve B., früher Präsident des Kickboxteams Cottbus (KBTC) und heute Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma, soll die Karten für die Aufführung geordert haben. Es gelang wohl weitere Störer zu identifizieren. Darunter soll der frühere Kickboxer und Messerstecher Markus W. gewesen sein. Als Bierglaswerfer wurde Mario S. identifiziert. 2017 war er in Senftenberg K1 Europameister geworden. Die Störer und den Werfer kann man der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Kampfgemeinschaft Cottbus zuordnen.

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