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news >> 2021 >> 210312_01

12.03.2021

Die Offenbarung des Hannes

Vom Komplott einer Wirtschaftselite und der radikaler Linken gegen Deutschland

Eine Betrachtung

Prenzlau (ipr) Der Vorsitzende des Uckermärkischen Kreistages, Wolfgang Banditt (CDU), hat dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Hannes Gnauck nach dessen Rede am Mittwoch "rechtsextremes Gedankengut" vorgeworfen. Der hat das weit von sich gewiesen und auf seine Redefreiheit verwiesen. Aber was hat Hannes Gnauck gesagt, dass der sonst so besonnene Banditt so reagierte?

Es ging um den Tagesordnungspunkt "Errichtung und Betreibung einer Gemeinschaftsunterkunft in Schwedt". Der Landkreis will eine vorhandene Flüchtlingseinrichtung übernehmen und behindertengerecht ausbauen. Man kann das für falsch halten und dagegen argumentieren. Das hat Hannes Gnauck aber gar nicht getan.

Er hat die rhetorische Keule ausgepackt und gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung polemisiert. Er hat den Landkreis als "funktionierendes Rädchen einer gesellschaftszersetzenden Asylmaschinerie" beschrieben. Wobei offen geblieben ist, wer diese Maschinerie betreibt. Vielleicht aber auch nicht, denn Hannes Gnauck fordert das "Nein zu einer globalistischen Agenda und der höllischen Symbiose aus Wirtschaftselite, radikaler Linker und Erfüllungsgehilfen der Migrationslobby."

Bis 1945 hießen die Feinde des deutschen Volkes "jüdische Hochfinanz" und "jüdischer Bolschewismus". Und statt einer "globalistischen Agenda" hat man damals die "jüdische Weltverschwörung" herbeigeredet.

Derartige Vergleiche wird Hannes Gnauck natürlich weit von sich weisen. Aber vielleicht wird nach solchem Gerede klarer, dass es nicht die Mitgliedschaft bei AfD und JA ist, die den Militärischen Abschirmdienst dazu bewogen haben, die Verfassungstreue des Oberfeldwebels in Zweifel zu ziehen.

Ärgerlich ist, dass die Kreistagsabgeordneten sich zwar empört aber nicht nachgefragt haben, was oder wer hinter den Begriffen Migrationslobby, globalistische Agenda und Asylmaschinerie steckt.

Hannes Gnaucks Worte werfen noch weitere Fragen auf. Er fordert "mehr Solidarität zu unserem eigenen Kollektiv". Wer gehört zum "eigenen Kollektiv", die "Biodeutschen"? Die "Passdeutschen?" Alle Menschen, die in Deutschland leben? Er fordert das "Ja" zu einer stabilen und organischen Gesellschaft mit historisch gewachsenen Werten und Traditionen." Das klingt verdammt ethnopluralistisch, nur das hier der Begriff "Volk" durch die Worte "organische Gesellschaft" ersetzt worden ist.

Ethnopluralisten führen Unterschiede zwischen Menschen auf die verschiedenen Kulturen der Völker zurück. Jede Vermischung sei schädlich für das eigene Volk. Ethnopluralismus ist der Tarnbegriff der "Neuen Rechten" für Rassismus. Zum Glück ist Hannes Gnauck ein lupenreiner Demokrat.

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