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news >> 2020 >> 200528_01

28.05.2020

Coronastress führt zur Gewalt

Ohne Masken in den Supermarkt

Prenzlau/Schwedt (ipr) Manche Leute meinen, das Tragen von Masken beim Betreten von Geschäften sei für sie nicht bindend. Das kann zu Konflikten führen, die manchmal zur Gewalt führen.

Am Dienstagabend, gegen 18:40 Uhr, betrat ein 22 Jahre alter Mann einen Einkaufsmarkt im Georg-Dreke-Ring. Da er ohne vorgeschriebenen Mundschutz unterwegs war, sprach ihn ein Security-Mitarbeiter an. Daraufhin begann der Kunde den gebürtigen Syrer obszön und fremdenfeindlich zu beleidigen und hob den rechten Arm zum "Hitlergruß".

Als alarmierte Polizisten eintrafen, ergriff er die Flucht und stieß dabei eine 80 Jahre alte Frau zu Boden. Die Rentnerin erlitt dadurch Prellungen und musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden. Auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes war die Flucht dann zu Ende.

Die Beamten stellten den bereits hinlänglich bekannten Prenzlauer und nahmen ihn zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 1,54 Promille gemessen. Jetzt haben sich Kriminalisten des Polizeilichen Staatsschutzes der Sache angenommen. Sie ermitteln zum Vorwurf des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie der Körperverletzung.

Geschlagen und getreten

Am Freitag zuvor passierte Ähnliches in Schwedt. Am Nachmittag betraten drei junge Männer aus Guinea einen Einkaufsmarkt in der Bäckerstraße. Das Trio war ohne vorgeschriebenen Mundschutz unterwegs. Sie wurden deswegen von einem 40-Jährigen angesprochen. In welcher Form das geschah, ist noch unklar.

Plötzlich soll dieser eine Kopfnuss von einem seiner Gegenüber bekommen haben. Ein weiterer Mann mischte sich ein und konnte die Situation beruhigen.

Kurz darauf begab sich der zuvor geschädigte Mann nach draußen und wurde erneut attackiert. Diesmal beteiligten sich zwei seiner drei Kontrahenten. Sie sollen ihn zu Boden geschubst und auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben. Der Geschädigte erlitt dabei leichte Verletzungen. Auch sollen sie den Mann und dessen Familienangehörige beleidigt haben.

Hinzugerufene Polizisten konnten die Angreifer fassen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei ihnen im Guineer im Alter von 18 Jahren. Einer von ihnen hatte sich bei dem Geschehen selbst leicht verletzt und musste von Rettungskräften behandelt werden. Der Dritte im Bunde, ein 16-jähriger Landsmann der beiden Männer, beteiligte sich nach ersten Erkenntnissen nicht aktiv an der Auseinandersetzung.

Jetzt ermitteln Kriminalisten der Inspektion Uckermark, was sich genau zugetragen und welchen Anteil jeder der Beteiligten denn nun tatsächlich hatte.



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