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20.01.2015 Von Bürgern und NazisWahnmache in SchwedtSchwedt (ipr) Vergangenen Freitag demonstrierten 100 Menschen Schwedt für eine aufrichtige Willkommenskultur. Etwa 2,5 Kilometer entfernt standen 15 Nazis aus Schwedt und Angermünde und mahnten vor Überfremdung. Bei Facebook beschwerte sich der namensscheue "Sleipnir Sleipnir", dass normale Bürger auf gegenrede.info als Nazis beschimpft werden.
Was ist ein normaler Bürger? Die Brandenburgische Kommunalverfas- sung regelt in Abschnitt 3 §11, wann jemand ein Bürger einer Gemeinde ist. Demnach ist ein Bürger jener Einwohner einer Gemeinde, der zu den Gemeindewahlen wahlberechtigt ist. Der doppelte Sleipnir vergleicht hier also Äpfel mit Birnen. Jeder Bürger kann ein Nazi sein. Jemanden als Nazi zu bezeichnen, ist eine politische - jemanden als Bürger zu bezeichnen, ist eine rechtliche Einordnung. Der doppelte Sleipnir macht gemein- same Sache mit dem NPDler David Weide. Er engagiert sich gegen Überfremdung wo keine Überfremdung stattfindet. Wenn jemand hinter dem Transparent steht "Die Demokraten bringen uns den Volkstod", was ist der Anderes als ein Nazi. Während die Nazis ihre Mahnwache an einem Einkaufsmarkt an der Rosa-Luxemburg-Straße ohne Widerspruch durchziehen konnten, versammelten sie deren Kritiker zur selben Zeit an der von weiteren Zuschauern befreiten St. Katharinen Kirche im Zentrum von Schwedt. Der Sprecher des "Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rassismus" begründete das mit mit dem Argument, man habe mit denen (den Nazis) nichts zu tun und wolle das durch die Distanz zum Ausdruck bringen. Aber vielleicht hätte man mit denen was zu tun gehabt, die sich den völkischen Nonsens der braunen Kameraden anhören mussten. Angermünde Für kommenden Samstag 14:00 Uhr hat David Weide eine weitere Mahnwache angemeldet. Diesmal gegenüber der Notunterkunft für Asylbewerber in Angermünde. Die Idee, eine Demonstration vom Angermünder Bahnhof aus durchzuführen, hat er fallen gelassen. Für heute Abend 19:00 Uhr ist ein Bürgerforum in der Angermünder Marienkirche vorgesehen auf dem über die Situation der Flüchtlinge informiert werden soll. ______________________________________ Neumi schrieb am 20.02.2015 Normaler Bürger schrieb am 20.01.2015 Reni schrieb am 20.01.2015 ______________________________________ Ihre Meinung |