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news >> 2015 >> 150113_01

13.01.2015

Nazi-Mahnwache gegen Asylbewerber

Der gnadenlose David Weide

Schwedt (ipr) Der NPD-Kreistagsabgeordnete David Weide will sich kommenden Freitag mit seinen rechten Kameraden gegen das aktuelle "Asylrinnsal" in Schwedt stemmen und ruft für diesen Tag zu einer Mahnwache auf. Zu einer Gegenveranstaltung wird bereits mobilisiert.

Schon vor einem Monat trafen sich etwa zehn Mitglieder des NPD-Ortsbereiches zu diesem Thema am selben Ort. Sie betrachten die derzeit 100 Flüchtlinge, die in leerstehenden Wohnungen in Schwedt untergebracht worden sind, allerdings als "Asylflut". Aus Sicht der zehn nur-deutschen Hanseln sicher eine Übermacht. Allerdings leben über 16.000 Menschen in Schwedt. Da fallen die 100 gar nicht auf.

David Weide nutzt zur Zeit jede sich bietende Gelegenheit, um sich als Sachverwalter "deutscher Interessen" aufzuspielen. Er regt sich darüber auf, dass die Presse über ein syrisches Flüchtlings-Baby berichtet. Er regt sich darüber auf, dass der Schwedter Bürgermeister dieses Baby und seine Eltern in der Klinik besucht. Das sieht er als Beleg dafür, dass die Deutschen fremd sind im eigenen Land und die Politik kein Interesse mehr an den Deutschen hat.

Wie hätte er sich wohl geäußert, wenn er mitbekommen hätte, dass die Gynäkologin, die das erste Schwedter Kind dieses Jahres auf die Welt begleitet hat, eine kopftuchtragende Muslimin ist. Ein Flüchtling aus Syrien, der eine Stelle einnimmt, die keine Deutsche mehr besetzen will. Schwedt ist nicht gerade "in" beim medizinischen Personal.

Was meint er wohl, wenn er - statt sich über ein Neugeborenes zu freuen - auf seinem Facebook-Profil schreibt, er werde sich "gnadenlos für die deutschen Interessen und Belange des deutschen Schwedter Bürgers einsetzen". Wem droht er da? Will er etwa selektieren?

Schwedt, 16.01.2015, 13:45 Uhr, Bertha-von-Suttner-Straße Ecke Rosa-Luxemburg-Straße.
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