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03.12.2007

„Nationales Netztagebuch“ der NPD Barnim-Uckermark

Website mit Raum für den Traum von einer Sonderbehandlung

Im „Nationalen Netztagebuch“, dem Blog auf der Website der NPD Barnim-Uckermark wird dem politischen Gegner unverhohlen eine gesonderte Behandlung angedroht.

In dem Text über Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten im Vorfeld einer Demonstration in Berlin-Neukölln vom letzten Samstag, mit der 500 - 600 Rechtsextreme aus NPD und parteiunabhängigen "Freien Kräften" die Einrichtung eines "nationalen Jugendzentrums" fordern wollten, spielt der Autor, ein gewisser Julius Färber, mit Versatzstücken aus der Deutschen Nazivergangenheit.

Da ist es nicht der Linke sondern der „Kommunist und Jude“ Gregor Gysi, der bekämpft werden muss. Da sieht der Autor Zustände "wie in Zeiten der Weimarer Republik", als ein schwacher Staat Verbote gegen die "nationale Opposition" erlassen habe. Daher habe die Linke "Oberhand" gewonnen und "kommunistische Schlägerbanden" seien "marodierend, plündernd, vergewaltigend und mordend durch deutsche Städte" gezogen.“

Seine Hoffnung formuliert Julius Färber mit einem leicht abgewandelten Zitat aus der Sportpalast-Rede von Josef Goebbels: "Und das Volk stand auf und der Sturm brach los".

Das freut den Autor, und er jubelt fast wenn er schreibt:„Es wendete sich das Blatt. Und die Mitglieder der roten Verbrecherparteien und ihre Helfershelfer wurden gesonderten Behandlungen zugeführt.“

Er schreibt es nicht, aber er meint natürlich „Sonderbehandlung“. Ein Begriff, den die Nazis mit dem Töten gleichgesetzten. Siehe dazu auch Wikipedia

Bereits vor zwei Wochen hatte das "Nationale Netztagebuch" vorübergehend schließen müssen, nachdem ein von Fremdenhass und Antisemitismus geprägter Text Politiker wie Bundeskanzlerin Merkel als "Sklave der Juden" bezeichnet hatte. Nachdem der Hetzartikel drei Tage lang auf der Internetseite gestanden hatte, distanzierte sich der NPD-Kreisverband Barnim-Uckermark als Betreiber des "Nationalen Netztagebuchs" von dem Text "ausdrücklich und in schärfster Form". Hacker hätten den Text eingeschmuggelt, so die Ausrede der Rechtsextremen.



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