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news >> 2021 >> 211007_01

07.10.2021

Wo das Zeigen des Hitlergrußes ungesühnt bleibt

Wiederholungstäter wegen Beleidigung verurteilt

Prenzlau (ipr) Am Dienstag ist ein notorischer "Heil Hitler"-Gröler vor dem Amtsgericht in Prenzlau wegen mehrfacher Beleidigung und versuchter Körperverletzung zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zu fünf Jahren auf Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

Bernd L. war geständig. Er könne sich zwar nicht so recht erinnern aber es würde wohl alles so stimmen, was ihm vorgeworfen würde. Er soll am Nachmittag des 18. September 2019 am Prenzlauer Bahnhof rumgepöbelt und Frauen beleidigt haben. Dafür war er in einem weiteren Verfahren bereits im Dezember vergangenen Jahres zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Weitere Opfer des 62-jährigen alkoholkranken Mannes sollen im Laufe dieses Septembertages eine Notfallsanitäterin und deren Kollege geworden sein. Sie wurden als "blöde Schlampe, Nazis und Arschficker" beschimpft, mit einer leeren Urinflasche beworfen und mussten sie "Sieg Heilrufe" anhören und einen Hitlergruß anschauen. Eine Polizisten wurde als Nutte betitelt ihrem Kollegen wurde ins Gesicht gespuckt. Ein Notarzt soll fremdenfeindlich beschimpft worden sein.

Die Strafrichterin stellte die Verfahren wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Nach Ansicht des Gerichtes fehlten an den Tatorten, ein Krankentransporter und die Notaufnahme des Prenzlauer Krankenhauses die für eine Verurteilung notwendige Öffentlichkeit.

Entgegen der Staatsanwältin, die dem aufgrund eines Arbeitsunfalles arbeitsunfähigen Maurer keine positive Sozialprognose stellte, sah die Richterin doch ein leichte positive Entwicklung bei dem Angeklagten und entschied, die achtmonatige Haftstrafe auf lange fünf Jahre zur Bewährung auszusetzen.

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