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news >> 2020 >> 210111_01

11.01.2021

Polizei war auf dem Prenzlauer Marktberg

Keine Corona-Demonstranten festgestellt

Prenzlau (ipr) Knapp 20 Menschen versammelten sich am Sonntag trotz Demonstrationsverbotes auf dem Prenzlauer Marktberg, um gegen die Coronaverordnung der Landesregierung zu demonstrieren. Das behauptet zumindest die Prenzlauer Zeitung. Bei der Polizei sieht man das anders. Allerdings gab es noch einen AfD Lantagsabgeordneten, dem die Polizei das Betreten der Prenzlauer Innenstadt untersagte.

Trotz Demonstrationsverbotes hatten einige AfD-Anhänger im Netz weiter zur Demonstration gegen die Coronamaßnahmen aufgerufen. Die Polizei war deshalb gestern vor Ort und überprüfte 14 Personen, die sich zum Zeitpunkt des eigentlichen Demonstrationsbeginns am Marktberg aufhielten und führte Gespräche mit den Leuten. Die ergaben, so die Pressestelle der Polizeidirektion Ost, das niemand zur Demo wollte. Man habe lediglich Spaziergänger und Bankkunden angetroffen. Allerdings heißt es im Artikel von Claudia Marsal in der Prenzlauer Zeitung: "Gegen 15 Uhr nahmen die Beamten am Markt Personalien auf, begleitet vom wütenden Protest der Anwesenden, die den Lockdown der Bundesregierung lautstark als unverhältnismäßig bezeichneten."


screenshot: ipr

Der AfD Landtagsabgeordnete Felix Teichner, der auch gern am Marktberg gewesen wäre, wartete in seinem Wahlkreisbüro in der Grabowstraße auf seinen Einsatz. Nach eigenen Angaben wollte er die Menschen "bitten, heute nicht zu demonstrieren". Dazu kam es allerdings nicht, weil Polizisten ihn vor seinem Büro abfingen und ihm für die gesamte Prenzlauer Innenstadt von 15:00 bis 17:00 Uhr einen Platzverweis erteilten. Zur Begründung hieß es, dass trotz des Verbotes "im Internet durch verschiedene Personen zur Teilnahme an der Versammlung am heutigen Tage" aufgerufen wird. Felix Teichner will diesen Vorgang juristisch Überprüfen lassen.

Doppelzüngig

Zu den Personen, die die trotz Verbotes der Veranstaltung weiter dazu aufgerufen haben, gehört auch Teichners Parteifreund und Mitvorständler Hannes Gnauck. Der Mann ist seit Samstag noch dazu Direktkandidat der AfD für die Bundestagswahlund Fördermitglied des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Vereins "Ein Prozent". Zwar hat sich der vom Rausschmiss bedrohte Bundeswehrsoldat gemeinsam mit Felix Teichner auf der Facebook-Seite der AfD Uckermark über das Verbot der Veranstaltung beschwert, hat aber auf seinem eigenen Facebook-Profil weiterhin die Demonstration beworben. "Am Sonntag gehen wir gemeinsam auf die Straße", heißt es da noch heute. Sein Aufruf wurde 71 Mal geteilt.

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