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news >> 2017 >> 170719_01

19.07.2017

Nazi-Szene will von ihren Taten ablenken

Wer kann hier wen kreuzweise?

Prenzlau (ipr) Während man in Potzlow der Ermordung eines Deutschen durch drei nur Deutsche gedachte, wurden von Nazis quer durch die gesamte Uckermark schwarze Holzkreuze verteilt, die an sogenannte "Ausländergewalt" erinnern sollen. Eine bundesweite Aktion, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand.


foto: ipr

Elf Kreuze wurden in der Uckermark zwischen Templin, Gerswalde und Angermünde entdeckt. Dazu kommen noch mindestens zwei in Prenzlau. Wer sie konkret aufgestellt hat, ist derzeit noch unklar.

Während in anderen Regionen die schwarzen Kreuze leer blieben oder mit der Aufschrift "Deutsche Opfer – Fremde Täter" versehen waren, haben die Nazis in der Uckermark den Kreuzen einen konkreten Fall angeheftet: Der Tod von Niklas Pöhler, der am 13. Mai 2016 in Bonn-Bad Godesberg Opfer einer Prügelattacke wurde und wenige Tage darauf starb. Da der mögliche Täterkreis einen Migrationshintergrund hat, nutzte die Nazi-Szene schon vor einem Jahr den Fall zur politischen Agitation.

Eine Klärung der Motive der Angreifer brachte der Prozess scheinbar nicht. Auch konnte nicht geklärt werden, wer den tödlichen Schlag auf Niklas Pöhler ausgeführt hat. Lediglich ein Angeklagter wurde wegen der Angriffe auf die Begleiter von Niklas Pöhler zu 15 Monaten Jugendhaft verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Nazi-Hip-Hopper Villain051 erklärt die "Aktion Schwarze Kreuze" auf Facebook.

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