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16.11.2008

Sachsen: Streit um "Autonome Nationalisten"

NPD-Austritte in Sachsen

Der rechtsextremen NPD im Vogtland laufen die Mitglieder davon. Die Plauener Kreisvorsitzende Nicole Fortak sowie der komplette Kreisvorstand haben nach eigenen Angaben ihr Amt niedergelegt und die Partei verlassen, berichtet die Ostthüringer Zeitung.

Unter den bisher 13 ausgetretenen NPDlern befänden sich bereits einige aus der Greizer Region; wie viele Austritte in den kommenden Tagen und Wochen noch folgen werden, sei "im Moment nicht bekannt", heißt es in Mitteilungen, die auf der Website des "Schwarzen Orden Vogtland" veröffentlicht wurden.

Unmittelbarer Auslöser der Austrittswelle im Vogtland war offenbar eine NPD-Demo am 8. November in Reichenbach. Einer der Hauptredner war Andreas Naumann, Mitarbeiter in der sächsischen NPD-Landtagsfraktion und mit besten Kontakten zur Kameradschaftsszene von Thüringen und Sachsen ausgestattet. Während Naumann in Reichenbach redete, begleitete der NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel nur die Veranstaltung und kritisierte die Anwesenheit der "Autonomen Nationalisten" und Skinheads. In der Partei wird mit Blick auf die anstehenden Wahlen heftig gestritten, ob man weiterhin diese Szene integrieren will.

Einige Tage später eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Gansel und Naumann. Naumann soll den Abgeordneten mit Faustschlägen traktiert haben. Er wurde daraufhin entlassen. Die Austritte im Vogtland sind daher wohl auch als Solidarisierung mit Naumann zu verstehen.

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